Planungsebenen

Bisher sind die Planungsebenen des Supply Chain Management konzeptionell, personell und softwaretechnologisch getrennt und oft hierarchisch organisiert. Geschäftsprozesse definieren die Übergänge grober Ebenen (Absatzplanung, Supply Network Planung, Sales and Operations Planning) zu feinen Ebenen (Produktionsplanung, Scheduling). Diese Trennung führt an den Ebenengrenzen zu Defiziten in der Zuverlässigkeit und Machbarkeit aufgrund von Vereinfachungen in den Modellen, in der Reaktionsgeschwindigkeit auf veränderte Rahmenbedingungen infolge unterschiedlicher Stamm- und Bewegungsdaten und in Bezug auf die betriebswirtschaftliche Bewertung und Optimierung der Wertschöpfungskette.

Planungsebenen

Die vergröbernde Sequenzialität war nicht nur prozess- sondern auch technisch bedingt. Bei Entstehung der heutigen Produktionsplanungssysteme galten sowohl Hauptspeicher als auch Rechenleistung als knappe Ressourcen, sodass vereinfachende Modelle für den Prozess der Langfristplanung erforderlich waren. Diese vereinfachenden Konzepte und Modelle finden sich bei der strategischen Planung (Supply Network Planning, SNP) auch noch heute. Allerdings sind mit der gestiegenen informationstechnischen Leistungsfähigkeit derartige Engpässe heute nicht mehr gegeben, sodass interaktives Planen und kollaboratives Arbeiten möglich werden.

OR Soft führt Funktionen und Prozesse aller Planungsebenen auf Basis gemeinsamer Objekte eines einheitlichen Modells, des SAP ERP Feinplanungsmodells, zusammen und schlägt vor, diese nur in der jeweils gewünschten (aggregierten) Genauigkeit zu präsentieren bzw. zu verändern. Die Absatz- und Produktionsgrobplanung (Sales and Operations Planning, SOP) bezieht damit operativ/taktische Informationen ein und kann mittels simulativer Einlastungen von Aufträgen anhand von Zielfunktionen optimierte Pläne erzeugen. Die Verwendung von Feinplanungsmodellen in der SOP führt zu Planungen auf Basis genauer, zuverlässiger und aktueller Informationen. Zu den Verbesserungen eines solchen Paradigmenwechsels zählen zuverlässigere Planungsergebnisse, bessere Entscheidungsunterstützung bei der Kompromissfindung, insbesondere unter Einbeziehung der betriebswirtschaftlichen Bewertung, schnellere Planungen und weniger ebenenübergreifende Planungsiterationen sowie vereinfachte Systemlandschaften mit weniger Schnittstellen und zentraler Datenhaltung.

Operative und strategische Ebene verschmelzen zu einer hoch flexiblen Planung, wenn die strategische Planung auf die technologischen Informationen der Feinplanungsebene zurückgreifen kann.

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